Wandbild von Saal Digital

Schon Jahre bin ich sehr zufriedener Kunde von Saal Digital. Diesmal habe ich mir ein AluDibond-Bild bestellt. Letztes Jahr habe war ich schon begeistert von meinem FineArt-Papier Abzug und ich muss sagen, auch die Fotografie auf Alu kommt sehr gut rüber. Farbhaltigkeit und Schärfe sind sehr gut. Es war ein Geschenk für ein befreundetes Ehepaar, welches sichtlich begeistert war. Auf dem Foto ist das Ehepaar zu sehen, die oft kritischen Hauttöne werden überragend abgebildet. Natürlich hat ihr Saal Digital AluDibond Werk einen Ehrenplatz erhalten.

Mythos Leica

Leica Kamera AG
Leica Kamera AG

Seit ich mit der Fuji XPro2 fotografiere und manuelle Objektive fast zum Alltag gehören, kommt der Wunsch auf nach mehr. Doch wo liegt dieses "mehr". Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das mehr ein Wunsch nach einem "mehr" an , unlogischerweise, Reduktion auf das Wesentliche ist. Was ist ein Sinnbild für diese Reduktion auf das Wesentliche? Richtig, die Leica M-Serie ist seit Jahrzenten dafür bekannt. Ein "ähnliches" Bedienkonzept wie meine Fuji mit dem optischen Sucher, aber mit Vollformat Sensor.

Ein Freund von mir besitzt eine Leica M9 mit einigen Linsen. Als ich an einem Abend beim Italiener um die Ecke nach dem Abendessen mit ihr in Berührung kam, war mir klar: Ein Traum. Grundsolide und sehr wertig fasste sie sich an, eine tolle Haptik. Damals hatte ich noch keine Ahnung von manueller Scharfstellung. Ehrfurcht erfasste mich bei dem Gedanken an den Mythos Leica. Mein Fotofreund fragte mich, ob ich ein Leica Objektiv mittels Adapter mal auf meine Fuji aufsetzen wolle, ich lehnte ab. Ein Sakrileg, fand ich damals.

Sehr wahrscheinlich wird die M10 mit meinem Objektiv der Begierde ein Traum bleiben, denn ein Gehäuse der M10 plus ein 50er Noctilux f/0,95 entspricht im Anschaffungswert in etwa dem eines VW Polo.


Warum ich Fuji und Nikon parallel nutze

Vor Jahren hatte ich auf Reisen eine schwere Last zu Tragen. Ein Gehäuse und mehrere schwere Linsen füllten meinen Fotorucksack. Interessiert beobachtete ich über die Jahre die Entwicklung der Systemkameras. Weniger Gewicht bei etwa gleicher Qualität wollte ich haben und gönnte mir 2016 eine Fuji XPro2. Bis jetzt habe ich es nicht bereut. Mein Nikon Objektivpark wird immer kleiner, und der von Fuji ist ganz schön angewachsen. Dies liegt an den schrumpfenden Einsatzgebieten der Nikon. Da die Vogelfotografie ein Steckenpferd von mir ist, habe ich ein 200-500er Nikkor in Verwendung. Perfekt ausbalanciert liegt die Nikon damit in der Hand, da kann die Fuji nicht mithalten. Größere Festivitäten fotografiere ich auch lieber mit meiner Nikon D800 mit dem 35er und 50er. Bei Portraits liegt meine Nikon immer noch vorne. Man hat was in der Hand.

Doch die Fuji ist auf dem Vormarsch. Immer öfter fotografiere ich auch Portraits mit ihr. Das Freistellungsvermögen meines Mitakons 35mm f/0,95 entspricht in etwa dem meines 50er Sigma ART Objektivs an der Nikon. Doch mit dem manuellen Focus des Mitakons muss ich mich erst anfreunden.

Ich werde meine Nikon D800 nicht verkaufen und weiterhin parallel fotografieren. Seit ich aber die Fuji habe, bleibt die Nikon immer öfter im Schrank, nicht nur wegen dem Gewicht ;-) .

Mitakon 35 f/0,95 für Fuji

Vor Jahren konnte ich mir die Fotografie ohne Zoom nicht vorstellen. Doch mit der Zeit und der wachsenden Erfahrung wuchs in mir der Wunsch nach Herausforderungen. Mit der Fuji XPro2, die Leica für arme Leute, und dem Mitakon 35 f/0,95 habe ich diese gefunden. Die Linse entspricht in etwa einem 50 f/1,4 bei Vollformat und stellt beim Scharfstellen per MF eine echte Herausforderung da. Man wird aber belohnt: Scharf bei Offenblende und sehr scharf ab Blende 4 macht es einfach Spaß, z.B. Personen freizustellen. Ich komme eigentlich von der D800 und besitze das 50er ART von Sigma. Das ist schon mal eine Hausnummer. Bei meinen f/1,4er Objektiven von Fuji habe ich dieses Freistellungsvermögen vermisst, denn die XPro2 ist "nur" eine APS-C-Kamera.

Man muss natürlich klarstellen: Das Mitakon hat auch seine Schattenseiten. Der Blendenring rastet nicht, sondern ist stufenlos. Smooth kann man ihn aber drehen, genau wie beim Scharfstellen. Die Haptik ist stark. Weiterhin vignettiert das Mitakon bei offener Blende etwas, das kann aber auch seinen Reiz haben.

Ansonsten gibt es nichts Negatives zu berichten, außer das das Mitakon Flare-anfällig sein soll. Ich habe mir für 7 Euro eine Metall-Gegenlichtblende gegönnt. Die könnte helfen.

Fazit: Eine Traumkombi, die Fuji und das Mitakon. So ein Objektiv erfordert natürlich eine Einarbeitungszeit, doch dann sind der Kreativität fast keine Grenzen gesetzt. Ich erwische mich oft dabei, extra Hintergründe zu wählen, die im Bokeh schön aussehen könnten. Das Mitakon enttäuscht mich zumeist dann nicht. Ich würde das Bokeh harmonisch nennen.