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Mythos Leica

Leica Kamera AG
Leica Kamera AG

Seit ich mit der Fuji XPro2 fotografiere und manuelle Objektive fast zum Alltag gehören, kommt der Wunsch auf nach mehr. Doch wo liegt dieses "mehr". Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das mehr ein Wunsch nach einem "mehr" an , unlogischerweise, Reduktion auf das Wesentliche ist. Was ist ein Sinnbild für diese Reduktion auf das Wesentliche? Richtig, die Leica M-Serie ist seit Jahrzenten dafür bekannt. Ein "ähnliches" Bedienkonzept wie meine Fuji mit dem optischen Sucher, aber mit Vollformat Sensor.

Ein Freund von mir besitzt eine Leica M9 mit einigen Linsen. Als ich an einem Abend beim Italiener um die Ecke nach dem Abendessen mit ihr in Berührung kam, war mir klar: Ein Traum. Grundsolide und sehr wertig fasste sie sich an, eine tolle Haptik. Damals hatte ich noch keine Ahnung von manueller Scharfstellung. Ehrfurcht erfasste mich bei dem Gedanken an den Mythos Leica. Mein Fotofreund fragte mich, ob ich ein Leica Objektiv mittels Adapter mal auf meine Fuji aufsetzen wolle, ich lehnte ab. Ein Sakrileg, fand ich damals.

Sehr wahrscheinlich wird die M10 mit meinem Objektiv der Begierde ein Traum bleiben, denn ein Gehäuse der M10 plus ein 50er Noctilux f/0,95 entspricht im Anschaffungswert in etwa dem eines VW Polo.